Studivierer 2026 - Der Bericht

Am Freitag, dem 26. April 2026, kamen wir um sechs Uhr morgens zum ersten Mal beim ARV in Kiel zusammen. Wir – Franzi, Maxi, Emylou, Elisabeth, Gero und ich – hatten uns vorgenommen, uns von nun an zweimal wöchentlich zu treffen, um uns auf den diesjährigen Studivierer vorzubereiten. Noch mit einigen Zweifeln, ob ich es regelmäßig schaffen würde, mich um 5 Uhr aus dem Bett zu bekommen, schaffte ich es einigermaßen pünktlich vor Ort zu sein.

Um ca. 6:15 Uhr, nach einem kurzen Kennenlernen und Umziehen, holten wir das Ruderboot aus der Garage und begannen mit dem ersten gemeinsamen Training. Da es seit einiger Zeit das erste Mal wieder auf dem Ruderboot war und leider nicht alle krankheitsbedingt dabei sein konnten, machten wir zunächst einen ruhigen Einstieg. Als wir etwa 90 Minuten später wieder am Steg waren, das Boot gemeinsam putzen und in die Garage brachten, war mir klar, dass es mir beim nächsten Mal leichter fallen würde, aus dem Bett zu kommen.

Von nun an waren wir jeden Dienstag oder Mittwoch mit Franzi als Steuerfrau oder freitags mit Gero als Steuermann auf dem Wasser.

Nach etwa der Hälfte der verbleibenden Zeit bis zum finalen Rennen hatten wir die Positionen untereinander alle durchrotiert, um herauszufinden, wie wir zusammen am besten fahren würden. Die finale Reihenfolge war Emylou auf Schlag, ich auf der 3, Maxi auf der 2 und Elisabeth auf der 1. Über die Wochen hinweg ließen wir uns von den meisten Wettervorhersagen nicht aus der Ruhe bringen: Bei schönstem Wetter und flachem Wasser legten wir ebenso los wie bei leichtem Regen und Wind. Meistens war das Wasser allerdings sehr schön, und die Sonnenaufgänge in den frühen Morgenstunden lohnten jedes Mal einen kurzen Moment des Innehaltens. Insgesamt ließen wir nur zwei Trainingseinheiten ganz ausfallen und gingen stattdessen gemeinsam in den Kraftraum. Natürlich war hin und wieder der eine oder die andere krankheitsbedingt nicht dabei, was jedoch kein größeres Problem darstellte. Auch als ich Ende Mai beim Sport mein Außenband verletzt hatte, konnte ich nach zwei Terminen wieder mit halber Kraft weitermachen.

Nach dem Training und dem Aufräumen kamen wir kurz zusammen, um individuelle Eindrücke auszutauschen und das Training gemeinsam Revue passieren zu lassen. Wenn es zeitlich passte, frühstückten wir anschließend gemeinsam auf der Dachterrasse, bevor wir zur Arbeit oder zur Uni gingen.

Zwei Wochen vor der Regatta begannen wir im Training auch 500- und 1000-Meter-Sprints zu fahren, um ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie wir unsere Kräfte am besten einteilen sollten.

Dienstagabend am 23. Juni gab es vor dem Rennen in der Kieler Woche das traditionelle Nudelessen für alle Regattateilnehmenden. Am 24. Juni war es endlich so weit: Wir trafen uns um 18 Uhr zum Warmmachen. Mit unserem selbst gestalteten Trikot und bei 30 Grad im Schatten richteten wir uns gemeinsam mit unseren Kontrahenten an der Startposition aus. Mit höchster Konzentration gaben wir alles, was in uns steckte, und holten so den ersten Platz beim Studivierer 2026 in Kiel.

Danach feuerten wir unseren Stadtachter an, der sich ebenfalls einen verdienten zweiten Platz erkämpfen konnte. Nach der Siegerehrung sprangen wir feiernd in die Förde ;)                                       

~ Levi