Wanderfahrt Westensee 2026
Die diesjährige Wanderfahrt zum Westensee, war kein Ausflug zum Spaß haben. Wichtige Forschungsergebnisse über die durchschnittliche Zufriedenheit der Teilnehmer mussten auf die Korrelation zu verschiedenen Parametern untersucht werden. Hauptparameter der Studie war die Nähe zum Westensee. Ist man dort wirklich glücklicher? Nebenparameter in absteigend wichtiger Reihenfolge waren der Konsum von Schultenbräu, das Wetter und der Verzehr an viel Süßkram. Ein vorerst nicht bedachter, aber durchaus relevanter, zusätzlicher Parameter: Das Gewicht des Tönnchens (1000 kg).
Der Erste Tag
So kam es, dass am 17. Juli 2026 um 14:15 Uhr die Gruppe, zusammengesetzt aus Janne, Felix, Simon, Sascha, Antonia und Sophie im mächtigen Tönnchen sowie Julius (Crazy J), Julius (Welle) und Levi im JB, in See stach, um Studienergebnisse zu sammeln.
Das meiste Gepäck war bereits mit dem Auto vom Vereinsheim zu Christian gebracht worden, sodass nur noch Schultenbräu, Verpflegung und Handgepäck für die Fahrt an Bord mussten.
Auf der ersten Etappe vom Vereinsheim bis zur Schleuse zeigte sich das Wasser leider nicht sonderlich wohlwollend, was die Reisenden jedoch nicht weiter störte – auch mit Wasser im Boot, schossen JB und Tönnchen weiterhin durch die Wellen.
An der Schleuse angekommen, brachten wir dem allmächtigen Aegir eine kleine Opfergabe in Form von Schultenbräu dar. Danach wurde geduldig, zusammen mit zwei bis drei anderen Segelbooten, auf die Schleusung gewartet. In der Schleuse stellte sich heraus, dass sich im JB eine Dolle gelöst hatte. Dank eines freundlichen Segelboot-Kapitäns, der etwas Werkzeug lieh, konnte sie wieder befestigt werden. Nach einem weiteren Schleusenbräu und einem Positionswechsel auf den Booten stellte sich außerdem heraus, dass im JB nun auch die Plastik-Rollbahn unter der stattlichen Welle (Julius) nicht mehr standhielt und von nun an vorsichtiger zu gebrauchen war.
Mit guter Musik ging es weiter, und Wetter wie Wasser besserten sich – dank Aegir. Am Ende der zweiten Etappe kam die Gruppe zusammen und setzte das Tönnchen und den JB mit vereinten Kräften auf die sieben Meter höher liegende Eider um. Nach einer kleinen Pause wechselten Levi und Antonia die Boote, und die Fahrt ging weiter.
Durch das Gestrüpp und die Wucherungen auf der Eider waren komplexe Manöver nötig, die dem Doppelgespann Felix und Janne am Steuer des Tönnchens meist keine Schwierigkeiten bereiteten. Zur Belohnung gab es dafür reichlich Manöverbierchen.
Auf dem Westensee angekommen, gönnte sich die Gruppe eine kleine Schultenbräu- und Badepause vom Boot aus. Die Stimmung war auf ihrem Höhepunkt. Scheint der Westensee Wirkung zu zeigen? Als wir um 18 Uhr an Christians Anleger ankamen, wurden die Boote an Land gebracht und das Nachtlager hergerichtet. Josephine stieß zum Abenteuerteam dazu.
Anschließend kamen wir auf der Terrasse zusammen, wo Christian bereits für alle Pasta mit Soße, optionalem Speck und Parmesan gezaubert hatte. Alle sind satt geworden! Antonia und Sophie verabschiedeten sich von der Gruppe.
Wunschlos glücklich machten sich die meisten nach ein, zwei Stunden auf ins Traumland. Janne, Christian und Felix blieben noch zurück, tranken die eine oder auch achte Flasche Wein und philosophierten über das Leben.
Der Zweite Tag
Am nächsten Morgen, geweckt von 3 sehr interessierten Nachbarshunden, fuhren Simon, Crazy J und Sascha los, um eine Runde zu skiffen. Sascha kenterte, Simon ruderte seine täglichen 20 Morgenkilometer und Crazy J fuhr mit deutlich zu viel Gewicht für das Trainingsskiff, U-Boot. Die anderen gingen derweil eine Runde baden.
Zum Frühstück wurde David begrüßt, der netterweise Brötchen mitgebracht hatte. Zusammen mit ein paar Neuzugängen: Maia, Phillip, Hannah, Nele, Willi, Welpe und Marlene, brach die Gruppe in mehreren Booten zum Eisessen am Westensee auf. Mit einem kleinen Umweg über den Bossee ging es anschließend wieder zurück. Nachmittags fuhren David und Sascha zurück nach Kiel.

Da das Wasser für Skiff-Experimente zu schlecht war, wurde beschlossen, das Grillen vorzuziehen. Es wurde sehr viel gegessen und danach Fangen gespielt. Uneinig darüber, ob der Ausruhpunkt nun Botte, Frei, Insel oder auch Dreier heißen sollte (Botte ist natürlich richtig).
Nach dem Festmahl wagten wir uns noch einmal für ein Sundowner-Bier aufs Wasser und fuhren zur Sandbank. Crazy J machte seinem Namen alle Ehre und wollte unbedingt mit dem Skiff raus.
Das Wetter erlaubte nur ein Bier, und so ging es danach zurück an den Anleger, wo Willi und Welpe es nicht dem Zufall überlassen wollten und Aegir tatkräftig dabei behilflich waren, Crazy J kentern zu lassen. Nach dem Anlegen und dem Aufräumen diverser Boote, wurden Willi und Welpe verabschiedet.
Am Abend gab es noch ein paar Reste vom Grillen, die restlos aufgegessen wurden. Danach gingen alle erschöpft und glücklich, zeitnah schlafen.
Der Dritte Tag
Am Sonntagmorgen wurden wieder Brötchen geholt und ein letztes Mal gemeinsam auf der Terrasse gefrühstückt. Alle packten ihr Gepäck zusammen und machten sich über das Wasser auf den Heimweg.
Vor der Einfahrt in die Eider trafen wir den berühmt-berüchtigten, einzigen Ruderer auf dem Westensee, Jürgen. Er freute sich sehr, uns zu sehen. Jürgen gab uns Einblicke in seine Erlebnisse in Spaniens größtem Ruderverein und erzählte sehr detailliert von seinen Verbindungen zu Österreichs, Spaniens und Frankreichs besten Ruderinnen. Wie spannend.
Wir verabschiedeten uns von ihm und fuhren weiter bis zur Übersetzstelle von der Eider zum Kanal, wo eine Gruppe älterer Menschen beim Picknick bewundernd zusah, wie die Boote übergesetzt wurden. Die weitere Kanalfahrt verlief entspannt, bis wir an die Schleuse kamen, die bereits von einem Containerschiff und über zehn Segel- und Motorbooten umringt war. Mit einem taktischen Wechsel auf dem Tönnchen – Levi auf die Vier, Felix ans Steuer – gelang es Felix dennoch, trotz wenig Platz und durchaus nicht vernachlässigbarem Wind, sicher in die Schleuse zu manövrieren.
Wie gewohnt gab es ein Schleusenbräu und eine entspannte Weiterfahrt. Auf der Förde wurden sie von David, Schütti und Pia abgeholt. Gegen 16 Uhr war die Gruppe wieder am Vereinsheim.
Studienergebnisse:
Die Stimmungsmarker zeigten einen starken Einfluss von der Nähe zum Westensee, dem Konsum von Schultenbräu und gutem Wetter auf die Zufriedenheit der Studienteilnehmer*innen. Spontane Stimmungstiefs gab es immer beim Tragen von Tönnchen. Spontane Stimmungshochs, wenn gebadet wurde.
- Levi