Elfsteden Roeimarathon 2026
Mit einer Rekordanzahl von 23 ARVlern ging es am Himmelfahrtswochenende vom 14ten bis zum 17ten Mai 2026 ins niederländische Friesland, wo wird dieses Mal mit einem
Fahrradteam, bestehend aus neun Leuten und einem klassischen Team, bestehend aus 12 Leuten und zwei Autofahrenden, am Roeimarathon teilgenommen haben.
Aus dem Hinweg hielt uns nur ein Bahnübergang in Ritterhude, der auf jeden Fall genau so auf der Route lag, auf, da wir vier Züge vorbeilassen und mit dem Bootswagen nur ungern vor der Schranke wenden wollten. Trotzdem kamen wir alle recht zügig und durch einen wilden Musikmix auch recht gut gelaunt nach Leeuwarden und konnten dort unsere Zelte aufbauen.
Wir hatten eigentlich mit dem strahlenden Sonnenschein der letzten Jahre gerechnet, und waren nun von den Eisheiligen überrascht. Es war kalt, nass, und schon Donnerstagnacht wurde wegen der Kälte schlecht geschlafen. Trotzdem standen beide Teams am Freitag, um 20 Uhr an der Startlinie und waren bereit, die 210km durch die Nacht zu rudern.

Vivi und Ella machten den Start, und nach 6 Kilometern stand der erste Wechsel an. Gerudert wurde immer in Zweierteams. Das waren außerdem Ellen und Peter, Marina und Erik, Lena und WilLi, Katha und Hans und Josi und Felix. Unser wundervolle Landdienst mit den schicksten Brillen waren Janne und Simon.

Die ersten Wechsel waren noch recht vorsichtig, aber nachdem wir das ein paar Mal gemacht hatten wurde es immer eingespielter: vorne das Boot abstoppen, am Seil ranziehen, dann beim Ausseigen helfen und zum Schluss selbst ins Boot klettern, abstoßen und schnell wieder losrudern, um nicht allzu viele Boote vorbeiziehen zu lassen. Der rutschige Boden und die Höhe mancher Wechselstellen machten das nicht immer einfach, aber dann hieß es: lieber ruhig bleiben und Zeit lassen statt reinfallen. Durch Simons Kaffeemischung (die ehr Sirup aus Krümelkaffee als ein Getränk war) war die Motivation und Energie die Nacht über hoch. Ein kleiner Zwischenstopp in Sneek, der eigentlich eine entspannte Toilettenpause werden sollte und dann in einem Sprint weg von einer sich öffnenden Feuerwache endete, sorgte nachts zwischendurch für einen Adrenalinschub, von dem einigen etwas übel wurde. Nicht die besten Voraussetzungen vor einer Ruderetappe, so wurden die Etappen in den frühen Morgenstunden durch die Kälte und den einsetzenden Regen mit zu den härtesten. Wir erfuhren außerdem, dass die Strecke gekürzt werden würde: für das Sloter Meer war es zu windig (vielleicht hatte das ein Ruderboot von Wetterville entschieden, die schon drüber gefahrern sind), wir würden also nur 180km fahren. Das bedeutete vor allem: mehr Steueretappen für Vivi und Ella. Vormittags war das erste Mal ein bisschen Zeit für Pausen, und weil sogar die Sonne raus kam wurden die Ersatzbänke aufgebaut und wir saßen am Kanal und haben gefrühstückt.

Währenddessen kamen alle Fahrradfahrer einmal vorbei, füllten ihre Wasserflaschen auf und tranken Kaffee und aßen Gurke. Die meisten Klamotten waren nass, und dazu kam mittags dann auch noch Gegenwind, was die Etappen anstrengender machte. Aufwärmen konnten wir uns zwischendurch immer bei Janne und Simon im Auto. Janne packte die Arv Party Playlist aus, und dann konnte an einer Brücke auch noch ein Strupi-Sticker aufgeklebt werden. Für die Schlussetappen hatten wir dann aber immerhin Rückenwind, und mit genügen Energydrinks wurden auch die erfolgreich zu Ende gerudert. Mit einer Zeit von 20:17:16 erreichten wir um 16.30 Uhr das Ziel auf dem 48. Platz. Dort konnten wir uns dann erstmal eine Portion Essen abholen und das Fahrradteam anfeuern. Auf dem Rückweg zum Campingplatz, der eigentlich eine entspannte Ruder- oder Fahrradtour werden sollte, wurden wir dann noch einmal komplett vom Regen und Hagel erwischt. Damit war dann auch wirklich alles nass. Am Campingplatz machte ein Teil schon mal die Boote fertig, während andere sich erstmal in die Duschschlange einreihten. Am nächsten Morgen hieß es dann Zelte einpacken und wieder zurück nach Kiel fahren. Da alle Autos es schafften, gleichzeitig anzukommen, wurde direkt am Sonntag auch noch die Boote sauber gemacht und geriggert. Trotz des Wetters war es ein sehr schönes Wochenende mit dem ARV. Vielen Dank an alle, die bei der Vorbereitung und Organisation geholfen haben und Essen vorbereitet und Bootsmaterial gebastelt haben. Insbesondere vielen Dank an das Landteam Janne und Simon, die uns die ganze Zeit mit Musik versorgt haben und sehr gut gefahren sind!
Josefine Harms