Ruderer*innen des ARV im Höhenflug auf der Hamburger Alster

Neues Jahr! Neue Regatta! Der Regattaauftakt startete dieses Jahr für den ARV mit der 5. Langstreckenregatta am Hamburger Ruderverein Teichwiesen.

Dabei fanden sich 2 Mixed-Gig-Doppelvierer, die seit Mitte März auf dem Wasser trainierten und voller Motivation der ersten Regatta des Jahres entgegensahen. Auch wenn beide Vierer von Anfang an in direkter Konkurenz standen, nahm man das nicht so streng. Gerade durch krankheitsbedingte Ausfälle und Uni-Termine, gab es beim Training immer wieder Aushilfen aus dem jeweils anderen Team und viel Spaß im Boot. Nachdem dann auch am Samstag den 18.04, der Hans Horns und der vom Germania entliehene Uwe Zwingmann abgeriggert und auf dem Hänger verladen wurden, stand einem erfolgreichen Regattatag nichts mehr im Wege. So trat am Sonntag ein Teil des Teams seine Reise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln an, während der Rest bequem mit dem Bus und Bootsanhänger um 7 Uhr vom Verein starteten. Dabei konnten sich alle nocheinmal vor dem anstehehenden Rennen auf der Hamburger Alster ausruhen und Kraft tanken, bis auf die großartige Fahrerin. Souverän steuerte Lena den langen Bootsanhänger auf die Autobahn und durch den Hamburger Stadtverkehr und brachte alle Teamteilnehmer und auch die Boote sicher nach Hamburg.

In Hamburg angekommen fand sich schnell ein guter Standstreifen und auch ein Platz auf dem Regattagelände. Gegen 9:45 Uhr waren beide Boote abgeladen und mit guter Teamarbeit wieder aufgeriggert und fertig für den Start. Nun blieb noch ein gutes Stündchen Zeit, bis man die anstehende Regattastrecke hochrudern durfte um an den Start zu gelangen. Dabei verfolge jeder seine eigene Strategie als Vorbereitung auf das anstehende Rennen über 3000m. Ob Carbs-loading, erhöhter Kaffeekonsum, einem letzten Powernap oder ein paar Dehnübungen; gegen 10:40 Uhr machten sich zwei hochmotivierte Gig-Vierer-Teams auf den Weg zum Start. Nachdem sich auch dort durch Menschenmengen laviert wurde und geduldig auf einen freien Platz am Steg gewartet wurde, waren beide Teams endlich auf der Alster. Beim Warmrudern konnte man praktischerweise die gleich zu befahrene Rennstrecke begutachten, die bis auf ein, zwei leichtere Biegungen, eine ziemlich scharfe Kurve besaß, in dessen Gebüsch ein sprintener Männer-Zweier des gerade laufenden Rennens fast sein vorzeitiges Ende fand.

Pünktlich und gut aufgewärmt am Start, hielten sowohl Steuermann Simon als auch Steuerfrau Ella ihre beiden Manschaften schmetternde Motivationsreden und schworen Ihr Team ein, die nächsten 3000m alles zu geben. Das erste Team des ARV startete sein Rennen dann um 11:19 Uhr.                                                                                                    1. Inke Tewes, 1. Inke Tewes, 2. Cornelius Büthe, 3. Leif Kühl und Schlagfrau Julia Schütrumpf starteten gut ins Rennen. Mit Schnelligkeit und Synchronität beschleunigten sie den Hans Horns und legten in jeden Schlag all die Kraft rein, die sie in den Beinen hatten. Dabei wurde die Schlagfrequenz des Streckenschlages locker statt 32 im Training auf 36 im Rennen hochgehalten. Steuermann Simon Müller schob das Boot zwar nicht mit den Beinen aber dafür mit all der Kraft seiner Stimme an. Dabei fuhr er sein Team die erste Hälfte der Strecke souverän durch die Rennstrecke und die Mannschaft flog praktisch über die Alster. Doch dieser Höhenflug fand leider ein jähes Ende im Gebüsch der tückischen Kurve dieser Regattastrecke. Trotzalledem arbeitete sich die Manschaft aus diese misslichen Lage mit kühle Kopf und gemeinsamer Koordination heraus und bestritt die letzten Meter dieses Rennen noch verbissener und gab unter den Anfeuerungsrufen ihres Steuermann alles. Nur mit einer Minute Abstand machte sich auch der Uwe Zwingmann auf. Auch das 2. Team des ARV startete gut ins Rennen. 1.Lena Waldraff, 2. Erik Schreiber, 3. Tobias Stark und Schlagfrau Vivien Zimmermann setzten dabei all dass um, was man sich von einem gut laufenden Ruderboot erhofft. Gemeinsam beim Setzen und auf der Rolle ergab die Mannschaft eine Einheit. Über 3000m gaben sie alles an Kraft, was über die letzten Wochen und Monate auf dem Ruder-Ergometer und auf der Förde antrainierte wurde, in dieses Rennen. Über dem synchronen Drehgeräusch der Dollen hallte die Stimme von Steuerfrau Ella Dieball. Auch sie stand ihrer Mannschaft sowohl mit geschickten Steuerkünsten als auch Stimmengewalt bei und spornte es zu Höchstleistung an. Sodass der Uwe Zwingmann als schnellstes Boot dieses Rennen praktisch durchs Ziel flog.

Bei der zeitlich etwas verspäteten Siegerehrung konnte der ARV mit Doppelbesetzung auf dem Treppchen glänzen. So hatte das 1. Team des ARV mit einer Zeit von 11: 30,6 den zweiten Platz erstritten und wurde nur noch von den Teamkollegen, dem 2. Team des ARV geschlagen, die sich mit einer Zeit von 11:30,4 die Goldmedaille erruderten.

 

 

Glücklich und zufrieden wurde mit Alkoholfreien Radler und leckeren Siegermuffins von Lena und Sieger-Rhabarberkuchen von Julia auf den erfolgreichen Tag angestoßen, bevor es dann zurück in die eigenen Rudergefilde an die Förde ging.

Inke Tewes