Ho Ho Hansestadt - Adventswanderfahrt nach Rostock 2025
Ho Ho Hansestadt: Adventswanderfahrt nach Rostock 2025
Die Tage werden kürzer, der Norden stürmischer und auch der erste Schnee hält in Kiel schon Einzug. Höchste Zeit dem Wetter davonzufahren. Unglücklich, dass unser Verein noch immer ein akademischer ist, sodass unser Budget (Deutschlandticket sei dank!) nur bis zu unserer Bundesschwester Josefine nach Rostock reicht. Ist es dort um diese Jahreszeit wettertechnisch nicht deutlich besser bestellt, zeigt uns Josefine doch schnell die Sonnenseiten des Lebens in Rostock. Aber wer ist eigentlich dieses uns? Zeit- und vehikel-versetzt, reisten dieses Jahr zur Adventswanderfahrt Jan-Niklas Studt (Niki), Alexander Dippe, Josefine Harms (Josi), Ellen Krohn, Felix Kronenberg (Flexi), Simon Müller, Sebastian Schröder, Lucie Seibt, Stefan Uthe und Lena Waldraff an. Bereits vor Ort war unsere Gastgeberin und Reiseleiterin Josefine Ziebarth. Der Tag der Anreise gestaltete sich ob der späten Ankunft recht entspannt, sodass der angebrochene Tag hauptsächlich bei Feuerzangenbowle und musikalischen Intermezzos mit weihnachtlichem Einschlag ausklingen gelassen wurde.
Am Samstag waren wir dann, nachdem die Schwäne und Enten den Steg widerwillig geräumt hatten und nur noch deren Hinterlassenschaften den Stand auf dem Steg erschwerten, 
endlich bereit Rostock vom Wasser aus zu betrachten. Ausgestattet mit Kaffee, Tee und Glühwein sowie einigen Hopfensäften brachen ein Vierer, ein Dreier und ein Zweier mit Steuermann auf, um dem schwindenden Tageslicht den ruderischen Kampf anzusagen. Der Kaffee war trotz der auf der Kaffeemaschine ausgezeichneten Aroma-Taste recht stark und säuerlich, was an den eineinhalb Packungen Pulver liegen könnte, die darin verbrüht wurden. Ergänzt wurde die bisher vorgestellte Besatzung noch um einen Ruderer unseres Gastgeber-Ruderclubs, des Rostocker Ruderclubs von 1882 e.V.
Unsere Tour führte uns stadtauswärts entlang der Warnow in Richtung Ostsee. Bei strahlendem Sonnenschein und guter Stimmung vergingen die ersten 13 Kilometer wie im Flug und es winkte die erste Pause. Unsere Wahl fiel dafür auf ein leerstehendes Ausflugslokal inklusive Holzboot-Klettergerüsts. In diesem per Grafitto als „Bumsbude“ ausgewiesenen idyllischen Örtchen pausierten wir bei Kaffee und horrenden Mengen Lebkuchen, bevor wir den Rückweg gen Verein antraten.
Frisch geduscht zog es uns von dort noch Richtung Rostocker Weihnachtsmarkt. Der Weg dorthin sollte sich jedoch als tückisch erweisen. So fühlte sich Uthe, beschwingt durch seine Erfahrung vom Vortag, berufen den Ortskundigen zu mimen. Resultat war eine Talfahrt in Richtung Seitengraben, die für Simon jedoch glücklicherweise folgenlos blieb. Flexis (sicherlich) liebevoll gemeinte Pöbelei war in diesem Moment natürlich ein Ausdruck tiefer Besorgtheit, er dachte ja auch, dass lediglich Dippe gestürzt sei. So glaubt man jedenfalls. Nachdem sich auf dem Weihnachtsmarkt einige von Fahrgeschäften durch die Gegend schütteln ließen und andere sich lediglich stärkten, ging es dann auch zurück.
Der Abend klang in geselliger Runde aus und pünktlich zu Mitternacht verklang das ein oder andere Geburtstagslied (mit teils internationalem Einschlag) für unsere liebe Gastgeberin Josefine. Der heimlich von Lucie und Josi präparierte Kuchen wurde am Sonntag nach dem Frühstück serviert.
Da Uthe uns bereits nach dem Frühstück verließ und Sebastian noch seinen Bruder besuchte, zogen wir am letzten Tag nur noch in einem Vierer und einem Dreier mit Steuermann los. Während am Vortag noch die Bluetooth-Boxen für musikalische Untermalung sorgten (Kieler Duett!), müsste es nun so manchen erfreut haben, dass am Sonntag vermehrt gesungen wurde – Pop- und Rock-Klassiker der letzten Jahrzehnte, zeilenweise von Niki ins Deutsche übersetzt. Highlights dieser Misere: „Schlag die Straße, Jakob“, „Säugling, Säugling, Säugling“, „Mama, ich habe gerade einen Mann getötet“ und „ich möchte ausbrechen“. Nachdem die andere Seite der Warnow erkundet war und sich gegen das Umtragen entschieden wurde, zog es uns noch einmal Warnow aufwärts, bevor wir wieder anlegten und uns für den Rückweg mit dem Regionalexpress wappneten.
Vielen Dank an unsere beiden Organisatorinnen Josefine und Josi! Dank euch war es ein stimmungsvolles Adventswochenende in einem wunderschönen, unbekannten Ruderrevier.
Simon Müller, Felix Kronenberg, Lucie Seibt, Josefine Harms, Lena Waldraff