Jahresbericht 2016

Wie immer: Meinen/unseren Gruß zuvor!

Ursprünglich hatte ich überlegt, einen alten Bericht zu kopieren und zu übernehmen, um zu sehen ob das überhaupt jemand merkt. Da aber in dem vergangenen Jahr doch einiges passiert ist, hier ein unkopierter Bericht.

Die vergangene Rudersaison war wieder sehr erfolgreich, wie Christian Becker neulich sagte: „Wir blicken auf fette Jahre zurück.“ Dies war möglich durch viele Fahrten der Aktivitas und der alten Herren, auf die ich nicht weiter eingehe. Interessant, dass auch im Winter, selbst bei Minusgraden am Dienstag bei überwiegend Dunkelheit Boote des ARV auf der Förde sind. Selbstverständlich mit vorschriftsmäßiger Beleuchtung, was im Zeitalter von LEDs unproblematisch ist. So kommen erstaunliche Kilometerleistungen zustande und es entwickelt sich diesbezüglich ein regelrechter Wettstreit. HP blickt auf einen Rekord zurück und hat den Vogel gewissermaßen abgeschossen, indem er den Äquatorumfang geknackt hat. In der Meckerkladde standen diesbezüglich folgende Regeln:

  1. Wenn HP rudern geht, wird er nicht nass, sondern das Wasser wird HP.
  2. Wie viele Druck-Zehner schafft HP? Alle!
  3. HP rudert heute nach Laboe. Er ist in fünf Minuten wieder da.
  4. HP bewegt nicht das Boot, sondern das Boot bewegt HP.
  5. Wenn HP rudert, bekommen die Skulls Blasen.
  6. HP wurde nicht geboren. Er hat sich mit einem Druck-Zehner befreit.
  7. Die Menschen malen den Teufel an die Wand. Der Teufel malt Chuck Norris an die Wand, Chuck Norris malt HP an die Wand.
  8. HP rudert Skiffs mit Riemen.
  9. Wenn HP auf dem Ergo 1000m fährt, kann das Ergo nach 500m nicht mehr.

(Julia, Jakob, Sebastian und Linda)

Was soll man mehr sagen außer: Glückwunsch!

Nun aber zu problematischeren Dingen. Sorgen bereitet mir die Anfängersituation. Wie gesagt haben wir fette Jahre hinter uns, die sich aber in der Aufnahmestatistik nur mäßig niedergeschlagen haben. Zwar ist im ARV immer etwas los, das Bootshaus ist nie verwaist, aber die Anzahl unserer Altherren- Altdamenschaft ist auf ca. 190 Mitglieder geschrumpft und dieser Trend wird sich wohl fortsetzen. Über diverse Ursachen möge jeder selbst spekulieren, ein Grund ist meiner Meinung nach aber bei uns selbst zu suchen. In der vergangenen Saison haben sich die Aktiven geradezu vorbildlich bei der Aktion „Rudern gegen Krebs“ verdient gemacht. Das Bootshaus war immer voll mit Beteiligten, die von uns für den Aktionstag ausgebildet wurden, so dass ein ständiges Gewusel von Mitgliedern und Fremden gegeben war. Darüber wurde die eigene Mitgliederwerbung und -aufnahme vernachlässigt, was kein zweites Mal passieren darf. Mit dem neuen Aktivenvorstand haben wir diesen Sachverhalt besprochen, damit uns das kein zweites Mal passiert. Man ist sich der Problematik bewusst und hat Besserung gelobt.

Auf der letzten Jahreshauptversammlung wurde ausgiebig über unser Nutzungsverhältnis der Seeburgräume gesprochen. Wir bekamen u.a. den Auftrag zu eruieren, ob es Möglichkeiten gibt, zu einem eigenen Bootshaus zu kommen, ggf. auf dem freien Grundstück neben dem Schülerbootshaus.

Die vier alten Schülerrudervereine Aegir, Neptun, Wiking und Taifun haben aus alten Zeiten eine Summe von gut 80.000,-- € zusammengespart, die um eine ebenfalls beachtliche Summe des VKSRs ergänzt wird. Für einen An-/Neubau, der sich vermutlich in Größenordnungen zwischen 800.000,-- € und 1Mio. € bewegen würde, reicht das aber keinesfalls. So wird im Augenblick ernsthaft darüber diskutiert, dieses Geld in eine Neustrukturierung der oberen Aufenthaltsräume zu stecken, weil man sieht, dass in Anbetracht der Zinssituation das Geld weniger wird. Das Ergebnis dürfte sein, dass die Anbaupläne durch die Schüler dann endgültig vom Tisch sind und der ARV einen Anbau alleine stemmen müsste. Am 12. April fahre ich mit Willi zu einer Veranstaltung des Landessportverbandes, wo es um die Finanzierung von Großprojekten geht, aber das Beispiel der Ditmarsen zeigt, dass seitens des LSVs, der Stadt oder der Uni wenig Rückenwind zu erwarten sein wird. Auch wenn die Zinssituation im Augenblick günstig ist, ist die zu erbringende Finanzierung eines derartigen Projektes (bei abnehmender Mitgliederzahl) nur mit erheblichen Beitragserhöhungen zu schaffen, was mir nach den Diskussionen bei der letzten Beitragsanhebung illusorisch erscheint. Eine weitere Unbekannte in diesem Szenario ist die Grundstücksfrage. Das Grundstück neben dem Schülerbootshaus gehört der Stadt Kiel. Zwar soll es für ruderische Zwecke genutzt werden, aber das heißt noch lange nicht, dass die Stadt hier mit dem ARV kooperieren würde, z.B. durch Erbbaurecht.

Ihr seht, dass die nächste Jahreshauptversammlung, wo dieser Punkt auf die Tagesordnung kommt, interessant wird. Kommt also bitte zahlreich. Ich hoffe, dass ich dann auch mit genaueren Zahlen dienen kann.

Klaus Siewert

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